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Schimmelpilz im Wohnraum
Klamme Wohnungen, feuchte Wände und folglich auch Schimmelbildung hat es schon immer gegeben. Aber statistisch gesehen hat sich in den vergangenen 20 Jahren immer mehr Schimmel in Wohnungen gebildet. Das stellt die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) in Bonn fest. Experten führen diese Entwicklung darauf zurück, das zuwenig geheizt,
falsch oder gar nicht gelüftet wird und bei Modernisierungen dichte neue Türen und Fenster eingebaut werden.Wer kennt das nicht? Dunkle Flecken auf der Tapete, auf Duschvorhängen oder den elastischen Fugenmaterialien in der Dusche oder auch "verschimmelte" Lebensmittel. Diese Pilze können eine Gefahr für die Gesundheit darstellen, Baumaterialien werden geschädigt und Nahrungsmittel ungenießbar oder gar giftig.
Bei Holz ist die Unterscheidung zwischen Schimmelbefall und Befall durch holzzerstörende Pilze wichtig, da die Bekämpfungsmaßnahmen unterschiedlich sind.Alle Schimmelpilze brauchen Feuchtigkeit für ihr Wachstum. Deshalb kann Schimmelbefall in Wohnräumen ein Anzeichen für zu hohe Luftfeuchtigkeit sein. Beim Holz ist jenes gefährdet, das mit hoher Eigenfeuchte verbaut wird. Je nach Holzart sind dazu Feuchtegehalte von mindestens 28 bis 32% notwendig [2].
Die gesundheitsschädliche Wirkungen der Schimmelpilze sind unübersehbar. Die Sporen können bei Allergikern Reaktionen zwischen Niesanfall, Schnupfen, Durchfall und Erbrechen auslösen. Wegen ihrer geringen Größe schweben die Sporen lange in der Raumluft und werden eingeatmet. Schon wenige hundert Sporen pro Kubikmeter Luft sind bedenklich.

Von den Allergien abgesehen können einige Schimmelpilze auch am und im menschlichen Körper wachsen und die Gifte, die als Stoffwechselprodukte von den an Nahrungsmitteln wachsenden Pilzen abgegeben werden (Mykotoxine), stehen im Verdacht, Krebs auslösen zu können. Die Vielfalt der Schimmelpilz-Arten lässt eine verallgemeinernde Aussage zu den generellen Gesundheitsgefahren aber nicht zu. Es gibt sehr gefährliche und weniger gefährliche Arten.

Dazu ein Zitat aus einem Ratgeber der Verbraucherzentralen [1]:

Nach Angaben verschiedener Wissenschaftler sind insgesamt über 100.000 Schimmelpilzarten bekannt, wovon immerhin noch über hundert Arten im Wohnbereich vorkommen können. Sie fallen spätestens dann auf, wenn sie wegen veränderter Wachstumsbedingungen anfangen, sich zu verfärben. Die möglichen Farbtöne umfassen das Spektrum von grün, schwarz, grau, aber auch rot oder gelb. Die Schimmelpilze bilden im Wachstum eine Unzahl von Samen (je nach Art Sporen oder Koniden genannt), die so klein sind, daß sie mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. Diese Sporen werden millionenfach an die Luft abgegeben und wie Staub mit der Luftbewegung transportiert. In der Verbindung von Wärme, Feuchtigkeit und Nährboden keimen sie und entwickeln sich zu neuen Pilzgeflechten, die wiederum unvorstellbar viele neue Sporen entwickeln.

* Der Schimmel muss beseitigt werden   und

* die dem Schimmelpilzbefall zugrunde liegende Feuchtigkeit muss beseitigt werden.

Selbst wenn man den Schimmel komplett abtötet - ohne Bekämpfung der Ursache (Feuchte) dauert es nicht lange und der nächste Schimmelpilz wächst dort.

Einig ist man sich in der Einschätzung, dass Schimmelpilzbefall nicht hingenommen werden darf. Sowohl zu vorbeugenden Maßnahmen als auch zur Bekämpfung sind auf den folgenden Seiten Informationen zusammengetragen. Speziell die Linkliste eignet sich zum Durchstöbern des Webs nach Hinweisen zu Ursachen und Bekämpfungsmaßnahmen. Da Schimmelbefall in Mietwohnungen ein häufiger Streitfall im Verhältnis Mieter/Vermieter ist, nehmen auch mietrechtliche Informationen einen weiten Raum ein.

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